unsichtbare Treppe

Eene meene meck – die massive Fluchttreppe vor der KulturWerkstatt ist “weg” – zumindest optisch.

 

Der Graffitikünstler Andreas Plautz, der unter dem Namen Smoe arbeitet, hat die ehemals sehr auffällige Fluchttreppe vor der KulturWerkstatt im wahrsten Sinne des Wortes “weggepixelt”. Über tausend Quadrate hat er dafür an das Treppengeländer gesprayt. Mithilfe des farbigen, kleinteiligen Musters greift die Gestaltung die Struktur des dahinterliegenden Gebäudes auf, sodass Treppe und Fassade miteinander verschmelzen und so für eine optische Täuschung sorgen.

 

Diese Technik erinnert an das Prinzip des Trompe-l’œil, bei dem durch gezielte visuelle Täuschung Objekte scheinbar verschwinden. Auch die hier angewendete Methode der Fragmentierung durch viele kleine Kästchen machen die optische Illusion nahezu perfekt. So wird ein funktionales Element in ein künstlerisches Gestaltungselement – in diesem Fall sogar zu einem Hingucker – verwandelt.

 

Der Sprayaktion voraus gegangen war ein Künstlerwettbewerb, den der Verein OK. Ostbevern Kultur in Kooperation mit der Kulturstiftung der Sparkasse Warendorf und der Gemeindeverwaltung im Jahr 2024 durchgeführt hat. Dabei konnte sich Andreas Plautz unter den 44 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen mit seinem Gestaltungsentwurf für die Treppe durchsetzen.

Bahnhofstraße 24, 48346 Ostbevern

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